Folge 15
Prost Neujahr
12. 01 1998

Christine Walter und Vivien sind fest entschlossen. Sie wollen ihren Fluchtplan nit Zöllners Schlüssel jetzt endlich in die Tat umsetzen. Walter meint, es wäre am sichersten, sich in einem Wäschecontainer zu verstecken, gerade, weil diese schon lange keiner Kontrolle mehr unterzogen wurden. Doch auf dem Weg zur Wäscherei kommt ihnen Katrin Tornow in die Quere.

Ihrer Forderung, entweder mitnehmen oder auffliegen, kommen die beiden nur widerwillig nach. Doch der Fluchtversuch scheitert, als sie von der Vollzugsbeamtin Silke Jacoby fast entdeckt werden. Walter überlegt, die Fluchtpläne vorerst unter den Teppich zu kehren, aber Vivien macht da nicht mit. Sie gibt Walter zu verstehen, dass sie notfalls auch alleine flieht.

Die Silvesterparty ist in vollem Gange. Vivien hat sich Zöllners Schlüssel unter den Nagel gerissen und steht in der Umkleidekabine des Personals. Sie sucht sich eine Uniform heraus, mir der sie flüchten kann. Walter sucht bereits nach ihr und entdeckt sie schließlich aus einem Fenster heraus im Hof stehend. Sie täuscht gerade einen Magenkrampf vor, um den Schließer Dahnke abzulenken. Der fällt auch prompt darauf herein und wird ausser Gefecht gesetzt.

Das übrige Personal lässt den Alkohol inzwischen kräftig fließen, obwohl Evelyn ein Alkoholverbot ausgesprochen hatte und keiner nimmt so richtig Notiz von dem Alarm, der vom noch benommenen Dahnke ausgelöst wurde. Alle sind der Meinung, dass dies nur ein Scherz zu Silvester ist. Walter und Vivien spazieren an den Wächtern vorbei und als Jutta Adler die beiden bemerkt ist es vielleicht schon zu spät ...

 

Folge 16
Überraschender Besuch
19. 01 1998

Christine Walter und Vivien haben sich auf ihrer Flucht einen Wagen gestohlen. Nun wachen sie frierend auf und stellen nach kurzer Zeit fest, dass ihre Fotos schon in der Morgenzeitung erschienen sind. Kein Geld, keine Verpflegung und keine Unterkunft, wie soll man diese Situation ändern? Da faßt Walter einen erstaunlichen Entschluss. Sie wollen zu Jutta Adlers Wohnung.

Da Jutta Adler bei ihrer Mutter wohnt und die dann auch zuhause ist, geben sich die beiden Entflohenen als Arbeitskolleginnen von Jutta aus. Auch der Geschichte, ihre Wohnung sei ausgebrannt, wird glauben geschenkt. Die alte Dame, die im Rollstuhl sitzt, zeigt sich hilfsbereit und nimmt die beiden auf. Als Jutta nach hause kommt und im Wohnzimmer auf Walter und Vivien trifft, will sie sofort die Polizei rufen. Walter geht zu ihr und meint, dass eine betrunkene Anstaltsleiterin am entkommen von zwei Häftlingen schuld sei. Jutta versteht und beugt sich zunächst der Erpressung.

Da ihre Fahndungsfotos in der Zeitung sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis Juttas Mutter darauf stößt. Vivi konnte sie gerade noch vom telefonieren abhalten. Die Freundlichkeit ist nun auch vorbei. Sie wollen neue Kleider, 10.000 DM und ihre Pässe, die bei Evely im Tresor eingeschlossen sind.

Jutta versucht, die Pässe aus Evelyns Safe zu nehmen und wird prompt von ihr erwischt. Sie hatte anonym einen Tipp von Jeanette bekommen, wegen der nicht ganz alkoholfreien Silvesterparty. Evelyn findet dann noch eine Flasche Cognac in Juttas Ablage und suspendiert sie vom Dienst.

Jutta erzählt alles den beiden Flüchtigen und auch, dass sie jetzt nichts mehr zu verlieren hätte. Hastig verlassen Walter und Vivien das Haus. Ob Vivi jetzt noch ihren Sohn finden und sehen kann ...

 

Folge 17
Die letzte Hoffnung
26. 01 1998

Gabys Mann Dieter wacht endlich aus dem Koma auf, doch es wird schnell klar, dass er für immer vom Hals an abwärts gelähmt sein wird. Noch schlimmer könnte es gar nicht kommen, aber Dieter fordert seine Frau auf, ihn sterben zu lassen. Gaby macht das völlig fertig. Verzweifelt wendet sie sich an ihre Mutter und bittet sie um Hilfe. Mutz ist allerdings fest entschlossen, nicht nocheinmal Gott zu spielen und über Leben und Tod zu entscheiden.

Ilse hat an einem Preisausschreiben teilgenommen und eine Mittelmeer-Kreuzfahrt mit anschließendem Gala-Dinner bei der monegassischen Fürstenfamilie gewonnen. Da sie noch nicht allzulange im Gefängnis sitzt, kann sie dafür noch keinen Hafturlaub einreichen. Also beschließt sie, Mutz diese Reise zu schenken. Doch die lehnt dankend ab. Sie könne jetzt nicht auf Kreuzfahrt gehen, während zu hause die Situation so schlecht ist. Ilse reagiert sauer und meint schnippisch, dass sie doch Übung in Sterbehilfe hat.

Beim Verlassen der Anstalt bemerkt Dr. Beck die hustende Mutz. Kurzerhand nimmt er sie mit in das Behandlungszimmer, wo sie in einem unbeobachteten Moment eine Flasche Methadon entwendet. Sie spielt mit dem Gedanken, Dieter von seinem Leiden zu erlösen, doch nach einer Aussprache mit Gaby faßt sie den Entschluss, nie wieder so etwas zu machen. Schon alleine der Kinder wegen.

Als Dieter in die eigene Wohnung verlegt wird, kann er sich nur mit den Augen mitteilen. An einer Buchstabentafel formt er den Satz "Ich will sterben". Gaby nimmt die Flasche Methadon und verabreicht sie Dieter ...

 

Folge 18
Die bittere Wahrheit
02. 02 1998

Alexander, Martinas Mann ist immernoch mit der Suche nach Oliver beschäftigt. Martina bittet ihn, nicht aufzugeben und Gudrun zu fragen, ob sie bereit ist, ihm bei der Suche zu helfen. Gudrun aber macht sich selbst an Alexander ran. Sie zeigt ihm ihren kleinen Sohn und meint, dass sie sich schon lange nach einer richtigen Familie sehnen. Doch Alexander läßt sie abblitzen. Gudrun rächt sich auf ihre Art. Sie erzählt Martina, dass sie und Alexander sich lieben und zusammenbleiben wollen.

Da helfen auch erstmal Alexanders Beteuerungen nichts. Er bemerkt aber auch die Ähnlichkeit von Gudruns Kind und Oliver auf einem Foto. Als er mit ihr reden will, gibt sie ihm den Jungen und geht kurz ins Schlafzimmer. Alexander nutzt die Chance und bringt den Kleinen zu Martina, die sofort Olviver vor sich sieht und fest überzeugt ist, dass dieses Kind auch ihr Oliver ist.

Walter und Vivien mussten wegen ihrer Flucht für drei Wochen in den Bunker. Dagmar hat die Gelegenheit genutzt und die Führungsposition übernommen. Uschi gibt ihr zu verstehen, dass sie nicht mitspielt. Als Vivi und Walter wieder zur Station B zurückgebracht werden, trennt Jutta Adler die Beiden. Vivien muss zu Dagmar und Walter bekommt Susanne Teubner in die Zelle.

Walter hat natürlich von Dagmars Position Wind bekommen und wird von Uschi und Vivi zurückgehalten. Sie bekommt dennoch eine kleine Abreibung von ihr, aber richtig ruhig wird sie erst, als bekannt wird, dass die Wasserrohre eingefroren sind. Denn ein Installateur wird den Verlauf der Rohre auch bei der Gärtnerei prüfen. Sie beschließen, dass Martina, die die Gärtnerei betreut, aufpassen soll, wo der Installateur gräbt. Die Leiche von Zöllner sollte nicht gefunden werden.

 

Folge 19
Altlasten
09. 02 1998

Gudrun hat rausgefunden, dass Alexander mit dem Kleinen zum Gefängnis gefahren war. Nun steht sie selbst davor und hämmert gegen die Tür. Als ein Pförtner die Tür öffnet, erzählt sie ihm, dass ihr Kind zu einer der Gefangenen entführt worden sei. Evelyn geht mit ihr zu Martina und Gudrun reißt ihr den Jungen fast aus den Armen. Sie zieht eine Schere aus ihrer Tasche und fordert, ungehindert gehen zu können oder der Junge stirbt. Vor dem Tor wird sie aber von der Polizei überwältigt. Der Kleine kommt erst einmal in ein Heim und als Gudrun zugibt, ihn damals entführt zu haben, weil ihr eigenes Kind bei der Geburt verstarb, wird eine Gen-Analyse durchgeführt. Der Kleine ist wirklich Oliver. Martina darf entlassen werden.

Der Installateur ist zwischenzeitlich auf die Leiche von Zöllner gestoßen. Kommissar Fuchs kann sich erinnern, dass damals Martina fast zum Vergewaltigungsopfer von Zöllner geworden wäre. Da sie nun auch in der Gärtnerei arbeitet, reicht es aus, sie erneut unter Mordvedacht zu stellen. Bis die Untersuchungen abgeschlossen sind, darf sie das Gefängnis nicht verlassen. Walter ist kurz davor, Dagmar ans Messer zu liefern ...

 

Folge 20
Wahre Liebe
23. 02 1998

Das Personal im Gefängnis fühlt sich noch immer nicht sicher, da die Tatwaffe nicht gefunden wurde. Diese Anspannung nutzt Adler, um Stimmung gegen Evelyn zu machen. Die Anstaltsleiterin ruft dem Personal in Erinnerung, dass Zöllner die Häftlinge sexuell belästigt, vergewaltigt und auch mit Drogen gehandelt habe. Sie kontert weiterhin, dass Jutta auch eine Beziehung zu Zöllner hatte und ihm vor seinem Tod 15.000 DM gab.

Kommissar Fuchs ermittelt auf ausdrücklichen Wunsch von Fock weiter im Mordfall Zöllner - trotz der Beziehung zu Lollo. Uschi versucht Lollo klarzumachen, dass sie sich von ihm trennen müsse, da die Gefahr besteht, dass er sie zur Lösung dieses Falles ausnütze. Daniel Fuchs aber, behandelt erstmal alle Frauen der Station als Verdächtige - auch Lollo. Adler läßt sich von ihrem Spitzel Jeanette einen anonymen Brief an Fock aufsetzen. Dieser Brief soll den Kommissar wegen seinem Verhältnis zu einer der Verdächtigen anschwärzen. Doch Fock hatte bereits seinerseits Daniel darum gebeten, Lollo für seine Ermittlungen zu nutzen.

Lollo macht mit Daniel tief enttäuscht Schluss, als er sie bittet, sich unter den anderen Insassen umzuhören. Sie macht keine Spitzeldienste, hatte sie ihm erklärt. Derweil hat eine Drogenabhängige das Rasiermesser gefunden und bei einem Streit sich selbst tödlich verletzt. Aufgrund dieses Vorfalls, wird ihr auch der Mord an Zöllner angelastet. Damit ist für Fuchs der Fall abgeschlossen und er bittet Lollo um eine zweite Chance ...

 

Folge 21
Vertrauensfragen
23. 02 1998

Jutta Adler kündigt. Sie will sich einfach nicht mehr länger Vorschriften von Evelyn machen lassen. Die hatte nämlich herausgefunden, dass Jutta Jeanette für Spitzeldienste eingespannt hat.

Evelyn geht zu Fock und der ist sichtlich entsetzt, als sie im erzählt, dass Regine Seifert ihre Biographie schreibt. Er rät ihr, diese Biographie nicht an die Öffentlichkeit zu lassen. Das gäbe einen Skandal. Als Evelyn die Meinungsfreiheit, die auch für Insassen einer Haftanstalt gelte, anspricht, weißt er sie darauf hin, dass ihr Posten relativ unsicher sei. Einige Zeit später spricht er mit Jutta und bittet sie, ihre Kündigung zurückzuziehen damit sie, ohne Evelyn zu informieren, ihn weiter auf dem laufenden halten kann. Um sie vollends davon zu überzeugen, macht er ihr Hoffnungen auf Evelyns Posten.

Jutta zieht ihre Kündigung zurück und beginnt damit, Druck auf ihren Spitzel Jeanette aus zu üben. Evelyn hat im Glauben, Regine würde ihre Lebensgeschichte für ihren Sohn aufschreiben, damit begonnen, sie am Laptop zu unterrichten. Wenig später verschwindet das Manuskript aus der Zelle Regines. Sie macht Evelyn dafür verantwortlich und behauptet, sie wolle verhindern, dass es an die Öffentlichkeit gelangt. Regine beginnt mit einem Hungerstreik.

Jeanette hat derweilen Freigang bekommen. Natürlich von Adler genehmigt , als Belohnung für den Diebstahl des Manuskriptes. Evelyn bestellt den Sohn Regines, Michael, in das Gefängnis und hofft, dass er sie dazu bringen kann, den Hungerstreik zu beenden. Doch Regine überredet ihren Sohn, mit der Geschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Der Skandal ist perfekt ...

 

Folge 22
Freundinnen
02. 03 1998

Seit einigen Tagen prangt das Graffiti "Der Geier ist versoffen" an der Aussenwand des Kontrollraumes. Jutta hat sofort Walter in Verdacht. Die hätte ja auch allen Grund dazu, besonders nachdem sie ihr die Zusammenlegung mit Vivien nicht gestattet hat. Sie versucht, mit einem Trick den Täter zu überführen. Bestellzettel für Kleider werden verteilt, doch der für Walter wird von Susanne ausgefüllt. Auch bei dem nun nachfolgenden Verhör weigert sich Walter, ihren Namen auf einen Zettel zu schreiben.

Susanne ist die einzige, die bemerkt hat, dass Walter eine Analphabetin ist und bietet ihr an, das Lesen und Schreiben beizubringen. Doch sie lehnt es ab und dann passiert ihr noch ein dummer Fehler. Statt des Weichspülers kippt sie versehentlich Bleichmittel in die Waschmaschine und ein Großauftrag geht der Anstalt durch die Lappen.

Susanne geht zu Evelyn und erklärt ihr, dass Walter weder lesen noch schreiben kann. Die Anstaltsleiterin spricht mit Walter und rät, die Zeit hier besser zu nutzen und das Versäumte nachzuholen. Sie war ziemlich zerknirscht, als sie sich hat das sagen lassen müssen.

Jutta Adler ist über Evelyns Verhalten empört. Sie hätte es lieber gesehen, wenn sie Walter bestrafen würde. Also versucht sie, das selbst in die Hand zu nehmen. Jutta trinkt noch einen Schluck aus der Cognac-Flasche und läßt dann Walter zu sich kommen. Nach einer Weile fängt sie an, sich über Walters Schwäche lustig zu machen. Aber der Konter von Walter bekommt ihr gar nicht. Die nämlich antwortete, ob es keine Vorschriften für besoffene Schlusen gebe.

 

Folge 23
Die Bewährung
09. 04 1998

Uschi hat Dagmar dabei erwischt, wie sie gerade Koks verstecken will. Sie versucht sofort, festzustellen, was Dagmar macht. Doch die gibt ihr keine Antwort, vielmehr artet die ganze Sache zu einem Streit aus und endet im Kampf zwischen den beiden. Uschi fällt dabei mit dem Hinterkopf auf den Rand der Badewanne. Nach einiger Zeit wird sie wieder klar, doch erstmal fragt sie Dagmar, wer diese überhaupt sei. Uschi hat ihr Gedächtnis verloren. Ausgerechnet jetzt will der Klassifizierungsausschuss den Fall von ihr prüfen und eventuell auf Bewährung für die Reststrafe entscheiden.

Evelyn Kaltenbach läßt Uschi zu sich rufen, aber da sie kaum redet, fällt ihr nichts besonderes auf. Sie möchte, dass Uschi einen Bericht zu ihrer Tat aus eigener Sicht schreibt. Frau Mohr, die Sekretärin ruft und Evelyn verläßt den Raum für kurze Zeit. Uschi schaut schnell in ihre Akte und die ersten Teile einer Erinnerung tauchen wieder auf.

Dagmar hat sich einen raffinierten Plan ausgedacht, um Uschis Schwäche auszunutzen. Sie bietet sich ihr als Vertrauensperson an und hilft ihr, sich zurechtzufinden. Auch schreibt sie den Bericht an Evelyn für Uschi. Doch dann hat sie eine neue Idee. Sie will dass Uschi zu Vivien geht und ihr erzählt, dass sie Walter mit Susanne im Bett erwischt hat. Anschließend, so hat sie es sich ausgerechnet, braucht sie nicht mehr so lange, um Vivi drogenabhängig und damit zu einer neuen Kundin zu machen ...

 

Folge 24
Vermisst
16. 03 1998

Susanne denkt schon eine ganze Weile über ihre Tochter Nina nach. Wenn sie aussagen würde, von ihrem Vater mißbraucht worden zu sein, könnte sich die Haftstrafe um ein vielfaches verkürzen. Doch der Anwalt hatte ja wegen der seelischen Belastung ihres Kindes davon abgeraten. Die ersten Zweifel, ob der Anwalt vielleicht mit ihrer Schwiegermutter unter einer Decke steckt, machen sich breit. Uschi wird auf das Schicksal von Susanne aufmerksam als sie einen Zeitungsartikel liest. Marlies gibt, beim nächsten Besuch darauf angesprochen indirekt zu, dass sie nach wie vor die Wahrheit über ihren Sohn verheimlichen will.

Als Nina erfährt, dass sie mit einer Aussage die Haftstrafe der Mutter verkürzen kann, ist sie sofort bereit, dieses auch zu tun. Um das zu verhindern, droht Marlies, ihr jeden Besuch der Mutter zu verbieten. Nina kommt damit überhaupt nicht klar und haut ab.

Vivien indess hat eine gute Idee: Susanne soll eine Kasette mit einer Botschaft für Nina aufnehmen und ans Radio schicken. Selbst Evelyn findet diese Idee gut. So gut, dass sie diese noch unterstützt, indem sie den Aufruf vom Fernsehen ausstrahlen läßt. Nina steht vor einem TV-Geschäft, als dieser Aufruf läuft und versucht, mit ihren letzten Groschen im Gefängnis anzurufen. Sie erwischt leider Jutta Adler am Telefon und wird von ihr abgewimmelt. Als Susanne von dem Anruf ihrer Tochter am nächsten Tag erfährt, dreht sie durch und greift Adler an. Nina schlägt sich selbst zum Gefängnis durch ..

 

Folge 25
Falsches Spiel
23. 03 1998

Eines Tages ist auf dem Hofgang ein untersetzter, dicker Mann mit Halbglatze zu sehen. Die Frauen der Haftanstalt werden unruhig, denn er sieht aus wie Zöllner. Er geht zu Evelyn und stellt sich als Karl-Heinz Zöllner, den Bruder des ermordeten Gerhard Zöllner vor. Evelyn, Jutta und der Sekretärin verschlägs erstmal die Sprache. Er sagt, dass die Justizverwaltung in damit beauftragt hat, ein Baugutachten über dieses Gefängnis zu erstellen. Als er sich aber ohne Begleitung den Duschen nähert, stellen ihn die Frauen zur Rede. Sie vermuten ohnehin schon, dass er den Mordfall erneut aufrollen will, um seinen Bruder zu rächen.

Er wendet sich an Jutta, weil er weiß, dass sie mit Gerhard ein Verhältnis hatte. Auch von den 15.000 DM, die er von Jutta erhalten hatte, kennt er Einzelheiten. Dagmar gibt ihm dann noch die Informationen, dass Gerhard Zöllner die Insassen zu Sex gezwungen, vergewaltigt und mit Drogen gedealt habe. Ab da sieht er in Jutta die Komplizin und teilt es ihr mit. Sie zeigt ihm sofort die Tür

Als Jeanette den Mann beim telefonieren belauschen kann, wissen alle sofort, warum er hier ist. Die Nachricht verbreitet sie wie Feuer im Gefängnis. Karl-Heinz Zöllner soll prüfen, ob diese Anstalt auch für den Männervollzug geeignet ist. Die Frauen wollen aber nicht verlegt werden ...

 

Folge 26
Traumhochzeit
30. 03 1998

Daniel und Lollo wollen heiraten, aber sie hatte völlig vergessen, dass sie mal vor Jahren auf eine Scheinehe mit einem Ausländer eingegangen war. Jetzt muss sie sich erstmal scheiden lassen und dazu braucht sie eben diesen Mann. Jutta freut sich, dass aus der Ehe voerst nichts wird. Daniel hat in der Zwischenzeit ganz andere Sorgen. Er fragt sich, ob er in Lollos Vergangenheit noch mehr dunkle Flecken findet, über die sie ihn noch nicht aufgeklärt hat.

Einige Tage später erreicht Jutta ein Fax. Es beinhaltet die Nachforschungsergebnisse über den Ehemann von Lollo. Er ist schon seit längerer Zeit tot, was in diesem Fall heißt, dass einer Hochzeit zwischen Daniel und Lollo nichts mehr im Weg steht. Aber Jutta gönnt ihr das Glück nicht und unterschlägt das Fax. Die Sekretärin kommt allerdings dahinter und informiert sehr empört Evelyn darüber.

Daniel zieht sich zurück, weil er nicht mehr weiß, wie er sich Lollo gegenüber Verhalten soll. Schließlich sucht er Rat bei Evelyn und während deren Gespräch mischt sich Sybille Mohr mit ein. Er solle auf die Stimme seines Herzen hören. Nur das kann der richtige Weg sein.

Inzwischen hat Susanne vom Leid ihrer Tochter erfahren. Nina hat ihr erzählt, dass Marlies sie ständig unter Druck setzt, damit sie nicht aussagt. Sie hat von Dr. Maybach gehört, dass er ein guter Anwalt sei und versucht nun einen Kontakt herzustellen. Jutta weiß das anfangs noch zu verhindern, doch Susanne ist sehr raffiniert. Als der Anwalt in die Anstalt kommt, sperrt sie eine Beamtin in die Schleuse ein. Sie weiß sehr genau, dass sie dafür in den Bunker muss. Doch sie hat dem Anwalt mit dieser Aktion imponiert und er will den Fall von Susanne übernehmen ...

 

Folge 27
Bittere Enttäuschung
06. 04 1998

Ilse lernte über Zeitungsanzeigen Gregor Wünsche kennen und unterhält seitdem regen Briefkontakt. Als sie ihn mehr kennen gelernt hat schenkt sie ihm die gewonnene Kreuzfahrt, die Mutz wegen der schlechten Situation zu Hause abgelehnt hatte. Sie gibt ihm nur die Auflage, sie per Briefkontakt auf dem laufenden zu halten. Schon beim ersten Brief aus Monaco ist Ilse völlig aus dem Häuschen. Er beinhaltet eine Illustrierte, die Gregor vor dem Fürstenhaus zeigt.

Gaby, die Tochter von Mutz, hat sich in einen früheren Kollegen ihres verstorbenen Mannes verliebt und will mit ihm für ein Jahr nach Lissabon. Die Zwillinge möchte sie während dieser Zeit in einem Internat am Bodensee unterbringen. Mutz kann das garnicht verstehen, denn sie hatte die Schuld von Dieters tod auf sich genommen, damit den Kindern die Mutter erhalten bleibt. Die Aufregung darüber ist so groß, dass sie im Gewächshaus einen Herzinfarkt erleidet. Es kommt sogar zum Herzstillstand und Dr. Beck kann sie gerade noch retten. Als sie wieder aufwacht, stammelt sie einige Satzfetzen, aus denen Dr. Beck schließt, dass sie nicht ihren Schwiegersohn getötet hat. Er konfrontiert Mutz damit, doch sie weicht ihm aus.

Gaby kommt Mutz besuchen und sagt ihr, dass sie auch noch etwas von ihrem Leben haben möchte. Ilse hat dieses Gespräch belauscht und stürmt nun in das Krankenzimmer. Sie schreit Gaby an, dass sie ihren eigenen Mann umgebracht habe und dann auch noch undankbar sei. Gaby verlässt wütend das Gefängnis. Mutz ist nun völlig am Ende. Sie will ihr Testament machen, doch Dr. Beck gibt sie nicht so schnell auf, wie sie sich selbst ..

 

Folge 28
Grüsse aus Monaco
20. 04 1998

Ilse ist mal wieder völlig aufgeregt. Aber vor Freude, denn ihr Traummann, Professor Gregor Wünsche hat sich zum Besuch angemeldet. Sie weiß noch nicht einmal, was sie anziehen soll. Als sie im Besucherzimmer dann endlich vor ihm steht, glaubt sie an einen Betrüger. Der Mann der vor ihr steht hat überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem, der auf dem Bild von Monaco zu sehen war. Sie wird so wütend, dass sie ihn anschreit und gewaltig Ohrfeigt. Dafür wird sie von Jutta in den Bunker gesteckt.

Professor Wünsche aber geht zu Evelyn und klärt sie auf. Als er die Reise von Ilse bekam, hat er diese weiterverkauft und das Geld für sie angelegt. Auf dem Foto ist daher also der Käufer der Reise zu sehen und nicht er. Die Illustrierte hatte nur versehentlich den Namen Gregor Wünsche daruntergeschrieben. Er überreicht ihr ein Sparbuch und meint, dass dies das Geld der Reise ist und bittet Evelyn, Ilse wegen der Ohrfeige nicht zu bestrafen.

Ilse dürfte wegen ihrer Angstzustände sowieso nicht in den Bunker und Evelyn läßt sie wieder raus. Als nächstes nimmt sie sich Jutta vor, weil sie sich mal wieder nicht an die Regeln gehalten hatte. Wünsche aber arrangiert ein Fotointerview in einer Zeitschrift mit Ilse. Sie ist angetan von dem Gedanken, jetzt plötzlich im Mittelpunkt zu stehen und versöhnt sich mit einem gemeinsamen Foto von ihr und Gregor.

Dagmar geht ihrem Hobby nach und belauscht Jeanette bei einem Telefonat mit ihrem Anlageberater. Sie mutmaßt richtig, dass das Geld, mit dem sie spekuliert, noch von Zöllner stammt. Also will sie auch ein Stückchen vom Gewinn abhaben ...

 

Folge 29
Machtspiele
27. 04 1998

Katrin Tornows Mutter ist zu Besuch. Da sie zum ersten mal hier ist, wird die Frage nach den Muttergefühlen und seit wann diese vorhanden seien, als ganz normal eingestuft. Für ihre Mutter waren andere Dinge schon immer wichtiger, als die Tochter im Gefängnis zu besuchen. Aber jetzt, wo Katrins Vater sich von ihr getrennt hat und auf den Seychellen untergetaucht ist, bleibt ihr nichts anderes übrig. Doch die Sache hat noch einen Haken. Der Vater hat bisher nicht nur die Therapiestunden bezahlt, er hat auch immer dafür gesorgt, dass sie genügend Taschengeld hat. Und jetzt? Sie ist vollkommen pleite. Und das macht ihren Drogenkonsum auch nicht einfacher.

Bei Dagmar häufen sich die Beschwerden, dass ihre Drogen gestreckt seien. Katrin hatte sich aus ihrem Koks-Versteck bedient und die entnommene Menge durch Puderzucker ersetzt. Dagmar hat sofort Katrin in Verdacht, denn die kann nicht mal die 2000 DM hohen Schulden zurückzahlen. Wie soll sie dann erst den Nachschub an Stoff finanzieren? Aber Dagmar kann ihr nichts nachweisen. Matthias Goran, Katrins Therapeut, hat sich in sie verliebt, doch er gibt ihr auch kein Geld für den Koks. Die beiden schlafen bei den Therapiestunden miteinander, aber seit sie kein Geld für Stoff hat, bekommt er nur die kalte Schulter gezeigt.

Als Katrins Mutter wieder zu Besuch da ist, macht sie ihr vor, dass sie im Gefängnis erpresst werde und dringend Geld brauche. Ihre Mutter glaubt diese Geschichte zwar, doch die Geldübergabe scheitert im Besucherraum. Zu dieser Geldnot kommt hinzu, dass Dagmar sie unter Druck setzt. Die Art der Mittel, mit denen sie vorgeht, spielen keine Rolle. Sie mischt Glasscherben unter Katrins Joghurt und die verletzt sich dann auch. Die Situation wird derart unangenehm für Katrin, dass sie nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr ihren Freund Matthias erpresst. Er gibt ihr zwar das Geld, aber dann zieht er sich tief enttäuscht zurück.