Reutlitz 2004/01
Name: Fischer 
Vorname: Heidrun
Verurteilt wegen: schwerer Körperverletzung
Frau Fischer kam als kleines Kind zusammen mit ihren
Eltern aus Russland
nach Deutschland. Sie hatte Probleme Freundschaften zu
schliessen,
da keiner ihrer Mitschüler etwas mit einem russischen
Aussiedlerkind
zu tun haben wollte. Nach einigen Jahren lernte sie
Kathleen Konnopke
und ihre kleine Cousine Nancy kennen. Die drei waren
unzertrennlich und
bildeten eine Gang. Diese Gang flösste allen viel
Respekt und Angst ein und
schon bald hatte Frau Fischer das Gefühl angenommen und
geliebt zu sein.
Ihrem Vater behagte der Umgang zu den neuen Freundinnen
gar nicht.
Sie waren kriminell und er hatte Angst um seine Tochter.
Er versuchte ihr den Umgang zu verbieten, damit Frau
Fischer nicht auch
auf die schiefe Bahn gerät. Doch er hatte keinen
Einfluss mehr auf seine
Tochter und damit war ihr Schicksal besiegelt. Immer
wieder verprügelte
die Gang Unschuldige, bis zu dem Tag als alles ausser
Kontrolle geriet.
Gemeinsam schubsten sie einen wehrlosen Mann vor die
S-Bahn.
Der Mann wurde so schwer verletzt, dass er von da an im
Rollstuhl saß.
Frau Fischer und Nancy Konnopke wurden zu jeweils 4
Jahren und Frau
Kathleen Konnopke zu 6 Jahren verurteilt. Frau Fischers
einzige Vertraute
war Nancy Konnopke, da Kathleen zunächst nach Preekow
verlegt wurde.
Der Kontakt zu ihrem Vater brach komplett ab. Frau
Fischer versuchte sich
einzuleben, was ihr zunächst nur schwer gelang.
Nachdem Kathleen Konnopke ebenfalls nach Reutlitz verlegt
wurde,
versuchte sich Frau Fischer ihrem Einfluss zu entziehen
und schloss
Freundschaft mit Frau Steffanie Gessler. Gemeinsam
gründen sie die Band
"Zungenschlag" und gewinnen den deutschland
weiten Wettbewerb:
"Deutschland sucht das Knasttalent"
gez. Dr. Lorenz
Strauss
Frau Fischer wurde nach einem tätlichen Angriff auf
den Beamten Jansen
auf die Isolationsstation -C- verlegt. Augenscheinlich
erlitt sie hier schwere
seelische und körperliche Qualen. Sie überwältigte
gemeinsam mit Frau
Schmidt den Beamten Herrn Brock und beide versuchten
zusammen zu fliehen.
Bei diesem Versuch wurde die komplette JVA lahm gelegt.
Aufgrund dieses Stromausfalls misslang ihre Flucht.
Alle Ein-und Ausgänge sind elektronisch gesichert.
Frau König setzte sich für die Schliessung der Station
-C- ein, woraufhin
Frau Fischer wieder auf die -B- verlegt wurde.
Nachdem Frau Gessler in eine andere JVA verlegt wurde,
entschloss sich
Frau Fischer zu einer Ausbildung als Konditorin.
Die Ablenkung schien zunächst zu fruchten und die
Beziehung zu ihren Eltern
lebte wieder aus. Doch bevor es zu einer endgültigen
Aussprache mit ihrem
Vater kommen konnte, verstarb dieser an einem
Herzinfarkt.
Der Schock sitzt bei Frau FIscher immer noch sehr tief
und sie verfiel in eine
Art Lethargie. Um ihren Schmerz zu betäuben griff Frau
Fischer zum Alkohol
und ist seitdem davon abhängig. Ihre Ausbildung kann sie
zunächst nicht fortsetzten.
gez. Miriam
Overberg
|