Reutlitz 1997/04
Name: König 
Vorname: Uschi
Verurteilt wegen 2fachen Mordes.
Frau König hatte eine schwere Kindheit. Ihr Vater
starb viel zu früh
und ihre Mutter kam mit schweren Depressionenin die
Psychiatrie.
Diese Erlebnisse waren für ein Kind schwer zu
verarbeiten und Frau König
sehnte sich nach einer glücklichen Familie.
Das Glück schien perfekt, als sie ihre grosse Liebe
Horst Wolfgang König
heiratet und ihre Tochter Sonja zur Welt kommt.
Doch als ihr Ehemann sie betrügt, sieht Frau König rot
und erschiesst die Geliebte ihres
Mannes. Sie wird des heimtückischen Mordes für schuldig
erklärt und zu 11 Jahren Haft
verurteilt. Nach einer langen depressiven Phase schien
sich Frau König von
dem Erlebten erholt zu haben und in der JVA-Reutlitz
Freunde gefunden
zu haben.
Fortan führte sie eine Gruppe Mitinsassinen an, die sich
dem Kampf gegen Drogen
verschrieben hatten.
Uschi König war immer sehr zugänglich und dem Personal
gegenüber aufgeschlossen.
Nach einem Machtkampf mit Frau Christine Walter auf der
Station B, schlossen sich
beide Frauen zusammen und hielten die Station für einige
Zeit drogenfrei.
Während dieser Phase erfährt Frau König, dass ihre
Tochter Sonja an einer
Überdosis Heroin gestorben ist und ermordet auf der
Beerdigung ihrer
Tochter den Dealer.
Zum wiederholten Male wird Frau König des Mordes
angeklagt und zu einer
lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.
Nach einem psychiatrischen Aufenthalt kehrt Frau König
nach Reutlitz
zurück und erfährt wenig später, dass ihr Ehemann
ermordet aufgefunden wurde.
Zu diesem Zeitpunkt ist sie nicht mehr sie selbst und
gibt sich in die Hände des
vermeintlichen Psychologen Hagen Keyser.
Trotz der Warnung von Frau Korsch, lässt sie sich
einreden, dass lediglich ein Leben
im Jenseits - bei ihrem Mann und ihrer Tochter - für sie
noch zählt, und bringt
an der zentralen Wasserversorgung von Reutlitz eine
Gift-Kanüle an.
Der Overkill aller Häftlinge und dem Personal kann
gerade noch verhindert werden.
Frau König wird zum wiederholten Male in eine
Psychiatrie eingewiesen.
gez. Jutta Adler
Frau König kehrt nach Monaten in die JVA-Reutlitz
zurück.
Sie macht einen stabilen Eindruck, muss jedoch noch an
ambulanten, psychiatrischen
Sitzungen teilnehmen.
Während der Sitzungen lernt sie ihren Arzt Dr. Lorenz
Strauss kennen und lieben.
Trotz der widrigen Umstände heiratet Frau König den
damaligen Anstaltsarzt Dr. Strauss.
Weitere Ausführungen diesbezüglich sind aus
persönlichen Gründen nicht möglich.
Frau König schloss zu diesem Zeitpunkt eine intensive
Freundschaft zu ihrer Mitgefangenen
Frau Simone Bach. Durch die Freundschaften zu Frau Bach
und Frau Walter konnte
Frau König ihre traumatischen Erlebnisse gut
verarbeiten.
Sie galt nach einiger Zeit als psychiatrisch geheilt.
Nachdem sie als gesund galt, bekam Frau König starke
Rückenschmerzen.
Bei einer Untersuchung wurde festgestellt, dass sie unter
einem Nierenversagen litt und
dringend einer Organspende bedurfte.
Diese Operation wurde 2002 durch eine Lebendspende
durchgeführt.
Simone Bach spendete Frau König eine Niere.
Uschi König wurde aufgrund ihrer schweren
Erkrankung noch 2002 vorzeitig entlassen. Seitdem
arbeitet Frau König als Sozialarbeiterin
und kümmert sich um die Resozialisierung der entlassenen
Gefangenen von Reutlitz.
gez. Dr. Lorenz
Strauss
Frau König ist sozial sehr engagiert und kümmert sich
um die Belange Entlassener.
Aufgrund ihrer Recherchen auf der Station C wurde diese
menschenverachtenen
Isolationshaft geschlossen.
Dabei sind vertrauliche Akten an die Öffentlichkeit
gelangt, die den Schliesser Brock
stark belasten. Ob Frau König diese Akten widerrechtlich
an die Presse weitergegeben
hat, kann bis Heute nicht bewiesen werden.
Dr. Strauss nahm jegliche Schuld auf sich, was zu einem
Ende ihrer Ehe führte.
Frau König ist zu sehr mit den Gefangenen verbunden, um
objektiv handeln zu können.
gez. Miriam
Overberg.
Frau König befindet sich wieder als Insassin in der
JVA-Reutlitz. Es konnte nachgewiesen
werden, dass die ärtzlichen Ateste ihres Mannes
gefälscht waren und Frau König
nicht haftunfähig ist. Sie muss ihre gesamte
Restfreiheitsstrafe nunmehr abgelten.
Zudem kommt eine erneute Strafanzeige wegen versuchten
Mordes an Frau Jutta Adler
und Herrn Lorenz Strauss hinzu. Das Urteil in diesem
Falle ist noch nicht gesprochen.
Frau König hat ihre alte Rolle auf der Station direkt
wieder eingenommen.
Mit aller Kraft unterstützt sie Frau Christine Walter,
um deren Unschuld im Mordfall
Führbringer zu beweisen.
gez. Miriam
Overberg.
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