Reutlitz 1997/04

Name: Walter
Vorname: Christine

Verurteilt wegen: bewaffneter Raubüberfall, Gefängnismeuterei in 2 Fällen, versuchter Mord
schwere Körperverletzung

Christine Walter wuchs bei ihren Grosseltern auf, zu denen sie jedoch keine innige
Beziehung hatte. Ihre einzige Bezugsperson war ihr Zwillingsbruder Andreas.
Durch ihren Bruder wurde sie schon in jungen Jahren in eine Gang aufgenommen,
die in kriminelle Machenschaften verstrickt war.
Kleinere Delikte führten zunächst nicht zu einer Haftstrafe.
Im Alter von 34 Jahren begeht Frau Walter einen bewaffneten Banküberfall für den
sie zu 5 Jahren Haft verurteilt wird.
Aufgrund weiterer, schwerwiegender Straftaten wurde ihre Haftstrafe stetig verlängert.
Zu Beginn ihrer Haftzeit führte Frau Walter eine innige Beziehung zur Mitinsassin Vivien
Andraschek. Weitere Liebschaften zwischen Frau Walter und einigen Mitgefangenen folgten
Durch einen schrecklichen Mordanschlag, der durch den verstorbenen Anstaltsleiter Jörg
Baumann, verübt wurde, verlor Frau Walter ihre damalige große Liebe Bea Hansen.
Dieses furchtbare Verbrechen hatte die Flucht der Christine Walter zur Folge.
Während ihrer Flucht schwor sie Rache an Jörg Baumann zu nehmen und kehrte als
Vollzugsbeamtin Frau Karin Seefeldt nach Reutlitz zurück.

gez. Jutta Adler

Ein auf Jörg Baumann versuchter Mordanschlag misslingt und Frau Walter wird entlarvt.
Nach diesem Vorfall, so wird vermutet,schliesst Frau Walter Freundschaft mit der damaligen
Gefängnisleiterin Jutta Adler und verhilft ihr zu einer grösseren Summe Geld, woraufhin
Frau Adler ihren Posten aufgibt und nach Costa Rica auswandert.

gez. Jörg Baumann

Dies sind lediglich Spekulationen, die nicht auf Beweise beruhen.
Daher würde einer Wiedereinstellung der Frau Adler zu einem späteren Zeitpunkt als
Justizvollzugsbeamtin nichts im Wege stehen. Aufgrund des versuchten Anschlages auf den
damaligen Anstaltsleiter Jörg Baumann, hatte Frau Walter einen schweren Stand beim
Personal. Nach einer Vergewaltigung durch Herrn Baumann, welche nie nachgewiesen
werden konnte, da Frau Walter nicht bereit war offiziell auszusagen, wurde
sie aufgrund von Depressionen für einige Monate in eine Psychiatrie eingewiesen.
Einige Wochen später wurde Herr Baumann ermordet auf der städtischen Müllkippe
aufgefunden. Es gab keinerlei Hinweise auf den/die Täter.

gez. Dr. Lorenz Strauss

Nach ihrer Rückkehr wurde Frau Walter tablettensüchtig. Sie schloss sich von der Gruppe
aus und zog sich immer mehr zurück.
Ein weiterer Krankenhausaufenthalt war unumgänglich.
Frau Walter ist jetzt seit einiger Zeit Gefangenensprecherin,
was ihre Beziehung zum Personal und zu den Mitgefangenen weitaus verbessert hat.
Die Ermordung ihres Zwillingsbruders Andreas hat sie emotional sehr belastet.
Sie unternahm einen weiteren Fluchtversuch, um sich an den Tätern zu rächen.
Frau Walter kehrte freiwillig nach Reutlitz zurück, da sie im Besitz einiger Beweismittel
gegen Frau Ines Führbringer war, die diese mit dem Mord an A. Walter in
Verbindung bringen.
Beide Insassinen müssen vom Personal streng beobachtet werden,
da Frau Führbringer nach erfolgter Verurteilung wegen Mordes nach Reutlitz
zurückgekehrt ist.

Zuteilung einer Vertrauensbeamtin für Frau Walter: Jutta Adler

gez. Miriam Overberg

Es kam zu einer folgenschweren Streitigkeit zwischen Frau Walter und der Insassin
Frau Ines Führbringer. Hierbei kam Frau Führbringer zu Tode.
Frau Walter wurde mit der blutüberströmten Frau Führbringer im Arm im Bad auf der
Station -B- aufgegriffen. Alle Indizien sprechen dafür, dass Frau Walter sich des
Mordes schuldig gemacht hat. Aufgrund dessen wurden zunächst verschärfte
Haftmassnahmen angeordnet und Frau Walter wurde in Isolationshaft verbracht.
Trotz der widrigen Umstände beteuert sie ihre Unschuld am Tod von Frau Führbringer.
Sie beschuldigt Frau Natascha Sanin stattdessen des Mordes.
Unterstützung erhält Frau Walter von allen Mitinsassinen und, zum Erstaunen der
Gefängnisleitung, von Justizvollzugsbeamtin Frau Jutta Adler.
(Diese scheint persönlich befangen zu sein.)
Weitere Ermittlungen laufen.

gez. Miriam Overberg

Der Prozess gegen Frau Walter ist abgeschlossen. Sie wurde vom Vorwurf des Mordes frei
gesprochen. Durch die Aussage von Frau Stenzel konnte Frau Walter entlastet werden. Frau
Walter wurde wieder der JVA-Reutlitz zugeführt und sitzt dort ihre Reststrafe ab.

gez. Eva Baal

Frau Walter gestand überraschend den Mord an Herrn Gumulka, owohl ihr eine Schuld nicht
nachgewiesen werden kann. Gerüchten zur Folge ist Frau Walter unschuldig an dem Mord
an dem o.g. Speditionskaufmann. Der Prozess gegen Frau Walter steht noch aus.

gez. Eva Baal

Bei einer schweren Explosion in Reutlitz wurde Frau Walter schwer verletzt und lag 3 Monate
im Koma. Sie ist wieder vollkommen genesen und kehrt nach Reutlitz zurück.
Sorge bereitet mir das Zusammentreffen der Beamtin Adler mit Frau Walter. 
Ob Frau Walter sich der neuen Stationsleitung unterordnen kann bleibt fraglich, da die beiden
Frauen über Jahre eine innige Freundschaft pflegten.

gez. Eva Baal

Frau Walter verbreitet zunehmend Unruhe auf der Station. Sie lehnt sich gegen die Beamten auf
und sabotierte in der Vergangenheit unsere Produktionsstätte. Hierduch erlitt die JVA große,
finanzielle Schwierigkeiten. Es muss überlegt werden, ob es der neuen Produktion zuträglich ist
Frau Walter wieder in der Montage einzusetzen. Die Ermittlungen wegen Sabotage laufen noch, da
Frau Walter ihre Unschuld beteuert. Frau Adlers Urteilsvermögen über Frau Walter scheint noch
immer getrübt. Sie teilte der Anstaltsleitung mit, dass sie nicht von der Schuld Frau Walters an der
Sabotage überzeugt ist.

gez. Eva Baal